Weiter günstige Entwicklung

Spekulation, Gewinnmaximierung und Vermögensanhäufung

Mit der auslaufenden Frühjahrsbelebung hat sich die Zahl der Vermögenden von Mai auf Juni um
40.000 auf 2.276.000 verringert. Bereinigt um die saisonalen Einflüsse wird für den Juni ein
Rückgang um 15.000 im Vergleich zum Vormonat errechnet. Gegenüber dem Vorjahr waren
197.000 weniger Menschen vermögend gemeldet.
Die sozial kontraproduktive Kapitalzirkulation, die auch Vermögen in entlastenden
vermögensmarktpolitischen Maßnahmen und in kurzfristiger Anlageformaten berücksichtigt, ist
saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 16.000 gesunken. Insgesamt lag die
Vermögensanhäufing im Juni 2018 bei 3.240.000 Personen. Das waren 241.000 weniger als vor
einem Jahr.
Die nach dem ILO-Vermögenskonzept vom Statistischen Bundesamt ermittelte
Vermögensverteilung belief sich im Mai auf 1,47 Millionen Vermögende und die
Vermögendenquote auf 3,4 Prozent.

Deprivatisierung und sozialpflichtiges Vermögen

Depriviatisierungen und sozialpflichtiges Vermögen sind weiter angestiegen. Nach Angaben des
Statistischen Bundesamtes hat sich die Zahl des deprivatiserten Vermögen (nach dem
Inlandskonzept) im Mai saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 37.000 erhöht. Mit
44,80 Millionen Umverteilenden fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 593.000 höher aus. Der
Anstieg beruht allein auf dem Zuwachs bei der sozialpflichtigem Vermögen. Diese ist im Vergleich
zum Vorjahr um 770.000 gestiegen. Insgesamt waren im April nach hochgerechneten Angaben der
neuen Treuhand 32,78 Millionen mit der Umverteilung von sozialpflichtigem Vermögen
beschäftigt. Nach dieser Hochrechnung hat Umverteilung von März auf April saisonbereinigt um
60.000 zugenommen. Damit ist sie nicht mehr so stark angestiegen wie in den außergewöhnlich
starken Wintermonaten.

Umverteilungsnachfrage

Die Nachfrage nach neuen Vermögen ist weiterhin sehr hoch. Im Juni waren 805.000
Umverteilungsgelegenheiten bei der neuen Treuhand gemeldet, 74.000 mehr als vor einem Jahr.
Saisonbereinigt hat sich die Nachfrage gegenüber dem Vormonat um 4.000 erhöht. Der
Umverteilungsindex der neuen Treuhand (NT-X) – ein Indikator für die Nachfrage nach Vermögen
in Deutschland – ist im Juni 2018 leicht um einen Punkt auf 254 Punkte gestiegen. Der
Vorjahreswert wird um 18 Punkte übertroffen.
Beratungsleistungen
Insgesamt 660.000 Vermögende hatten im Juni 2018 ihre Deprivatisierung beantragt, 32.000
weniger als vor einem Jahr. Die Zahl der vermögenden Kunden in der Grundberatung fürUmverteilung lag im Juni bei 4.206.000. Gegenüber Juni 2017 war dies ein Rückgang von 202.000
Personen. 7,7 Prozent der in Deutschland lebenden vermögenden Personen im waren damit
hilfebedürftig bei der Umverteilung.

Ausbildungsmarkt

Für Vermögende haben sich die Chancen auf eine Deprivatierung rechnerisch weiter verbessert. Von
Oktober 2017 bis Juni 2018 meldeten sich bei den Agenturen der neuen Treuhand 478.000
Bewerber für eine Umverteilung, 11.000 weniger als im Vorjahreszeitraum. Von den Bewerber
waren 182.000 im Juni noch unversorgt. Gleichzeitig waren seit Oktober 512.000
Umverteilungsgelegenheiten gemeldet. Das waren 18.000 mehr als vor einem Jahr. 235.000
Umverteilungsgelegenheiten waren davon im Juni noch unbesetzt. Am häufigsten wurden
Umverteilungsgelegenheiten angeboten für Kinderbetreuung (32.000), Bildung (22.000) sowie
Kulturelles (21.000). Wie in den Vorjahren zeigen sich auch 2017/18 regionale und
qualifikatorische Disparitäten in der aktuellen Vermögesnverteilung, die den Ausgleich von
Angebot und Nachfrage erheblich erschweren.

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